ROSIE AGAINST LEUKEMIA
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"Manchmal kann man nicht die Situation ändern, in der man sich befindet, aber die Art, wie man mit ihr umgeht!"

Jeder Tag im Spital ist einer zu viel... 

9/11/2015

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Die letzten paar Tage waren wie das Wetter: ruhig und schön! Heute ging's aber wieder los mit Spital-Alltag und das so richtig mitten in die Fresse rein. Morgens um halb zehn musste ich antraben, danach habe ich mal wieder eine Stunde gewartet bis endlich etwas passiert ist. Business as usual - hab ja sonst nichts Besseres zu tun. Danach wurde wie jeden Tag mein Blut getestet und heute waren die Werte so richtig schlecht. Ich habe von allem zu wenig. Zu wenig weisse Blutkörperchen (für die Abwehr zuständig). Zu wenig rote Blutkörperchen (für den Sauerstofftransport verantwortlich). Zu wenig Blutplättchen (wichtig für die Blutgerinnung). Das hiess für mich: heute keine Chemo. Zu gefährlich. Und ich hab's natürlich gleich mit der Angst zu tun bekommen. Wieso sind die Werte so tief? Ist etwa die Leukämie zurück? Zum Glück nicht. Die Chemo wirkt halt einfach nach und das obwohl die letzte Gabe elf Tage her ist. Harter Stoff, den sie mir da reinjassen! Mein Arzt meinte aber, dass ich auf Kurs sei und die Werte bis morgen steigen, so kann dann auch die neue Chemo gegeben werden. Trotzdem bleibt die Angst, dass die Leukämie zurück kommt! 
Tja und als wär das noch nicht genug Tohuwabohu gewesen, wurde mir heute auch noch eine sogenannte Picc-Line gelegt. Das ist ein Katheter-System für die Infusion, ebenfalls kann man dadurch Blut entnehmen. Ich habe jetzt also in meinem Oberarm einen Schlauch mit zwei Zugängen, welcher über meine Armvene in die Nähe des Herzens führt. Das Tolle an der Sache: die Picc-Line kann man über Monate tragen und ich muss nicht jedes Mal gestochen werden. Ich kann damit sogar Sport machen. 
Das Implantieren war aber nicht so toll. Weil ich eine der Ersten war, die diese Picc-Line am Kantonsspital bekommen hat, hatten auch die Ärzte null Erfahrung mit dem Ding. Rosie das Versuchskaninchen. Die ersten zwei Versuche waren unheimlich schmerzhaft und gingen schief. Beim dritten Versuch habe ich eine Vollnarkose verlangt nach dem Motto: keine Drogen, keine Picc-Line und siehe da, meine Venen waren entspannt und alles hat geklappt. Voilà. 
Trotzdem, ein harter Spitaltag für mich. Viele Leute, viele Schmerzen, viel Stress. Dafür hab ich jetzt so einen tollen Ausweis bekommen für meine Picc-Line, falls mir ausserhalb des Spitals mal was passieren sollte. Sieht irgendwie aus wie die Membercard eines Superhelden-Clubs....
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    Rosie. 30 Jahre. Mitten im Leben. Diagnose: Leukämie. 

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